Englischer Geister-Pub

Aus LudolfsLexikon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Wir alle haben ja schon auf unseren zahlreichen Fahrten durch das "United Kingdom" die wundervollen und romantischen "Pubs" am meist holprigen Straßenrand dort bemerkt. Und die meisten von uns haben bestimmt schon in einer dieser englischen "Gaststätten" übernachtet. Also nicht wegen zu hohem "Ale-Konsum" im Schankraum, sondern in einem der schnuckeligen, wandschrankähnlichen Zimmerchen, die dort dem Durchreisenden oft angeboten werden. So haben es auch die vier Ludolfs auf ihrer Reise durch England gehalten und mieteten sich "four rooms" im "The Antelope Inn". Dieser Pub befindet sich übrigens an der Hauptstraße von Upavon, welches inmitten der "Stone Circle Area", also in der Nähe von Stonehenge, Woodhenge usw. liegt. Die Wirtsleute Jennifer und Andy freuen sich bestimmt, wenn auch Sie bei Ihrer nächsten Englandreise mal kurz vorbeischauen, um ein echtes "Wadworth-Ale" zu trinken und noch mehr freuen sich die beiden, wenn Sie über Nacht bleiben. So jetzt genug der Werbung...

Sollten Sie also eine Übernachtung in einem der putzigen Zimmerlein (mit schiefem Fußboden) geordert haben, versuchen Sie zu schlafen. Wenn Sie aber keine Ruhe finden, wie Manfred Ludolf und meinen, es läge "etwas in der Luft", kann dies am englischen Abendessen liegen oder auch ein "unheimliches Gefühl" bedeuten. Da Peter dort kein "unheimliches Gefühl" verspürte und schlafen wollte, ging Manni halt "rüber" zu Uwe und Horst-Günter, um zu fragen, ob die beiden auch keinen Schlaf fänden. Übrigens haben sich Peter und Manni scheinbar ein Bett geteilt, wie sonst hätten sie sich so ruhig und leise miteinander unterhalten können...? Aber egal, jedenfalls konnten Uwe sowie Horst-Günter scheinbar auch nicht schlafen und marschierten zusammen mit Manni in den Keller des Pub. Wenn Sie also das nächste mal in einem englischen Gasthaus übernachten und keinen Schlaf finden, gehen Sie einfach dort in den Keller, da ist immer was los!

Gerne werden hier in den alten Gewölben neben Eismaschinen und Gefriertruhen unter Abflussrohren Geisteranrufungen bei Kerzenlicht abgehalten. In dem Gewölbe sollten sich bereits der Wirt und zwei "Medien" befinden, die sich um einen Tisch mit kleinen, im Kreis gelegten Kärtchen versammelt haben. Auch sollte ein umgestülptes Wasser- oder Whiskyglas auf dem Tisch nicht fehlen, dieses wird benötigt, damit der Geist das Glas dank der "Medien" im Kreis über den Tisch kratzen lassen kann. Stellen Sie sich dann einfach an den Tisch dazu, denn scheinbar sind es englische Geisterbeschwörer gewohnt, dass deutsche Gäste mit grünen Hütchen, Latzhosen und karierten Baumwollhemden zu nächtlicher Stund im Keller erscheinen und an "aussersinnlichen Anrufungen" teilnehmen. Der Geist im Keller, also ein sogenannter "Kellergeist", soll laut "Andy"(der nicht gerne in seinen eigenen Keller geht), Ende 60 sein, schlank und von kurzem Wuchs. Also ein magerer Ü-60-Zwerg, der ständig versucht, Andy oder dessen Mitarbeitern auf die Schultern zu klopfen, wenn diese vor der Eismaschine stehen... Postieren Sie sich also jetzt neben den Kellergeisterfans, diese werden versuchen, dass sich der Geist Ihnen persönlich vorstellt, was dieser dank des fingergesteuerten Glaskratzens auch gerne tun wird. Im Falle der Brüder Ludolf stellte sich rasch heraus, dass der Geist Mannis Großvater war, den er nie gekannt und welcher deshalb Kontakt zu Manfred suchte. Was macht der Geist von Manfred Ludolfs Großvater in einem englischen Keller?  Na gut, lassen wir das also auch offen... Und weiter geht das "Glasrücken" inmitten der kleinen Kärtchen auf dem Tisch bei Kerzenlicht. Scheinbar ist Opa plötzlich weg und dafür hat sich der Geist von Horst Ludolf, dem Firmengründer der Autoverwertung im Keller eingefunden. Wieder kratzt das Glas auf dem Tisch herum und wechselt gerne mal die Richtung. Nach Auskunft eines "Mediums" ist Papa Ludolf wohl etwas sauer, weil sein Sohn Peter im Bett liegt und nicht an der "Beschwörung" teilnimmt. Und schwupps ist auch hier kein Kontakt mehr da. Die beiden Ludolf-Kellergeister haben sich entschlossen, diesem muffigen Gewölbe erst mal zu entfliehen. Da während dieser mysteriösen Beschwörung, der noch immer anwesende Gaststätteninhaber Andy plötzlich Nasenbluten bekommt, fragt ein "Medium", ob Horst Ludolf zu dessen Lebzeiten ebenfalls oft Nasenbluten gehabt habe. Dies können die Brüder bestätigen und hiermit sehen die englischen Geisterbeschwörer einen klaren Beweis für die Anwesenheit des Geistes von Vater Ludolf (scheinbar war dieser wieder kurz zurück...). "Andy" kann froh sein, dass Papa Ludolf keine Glatze hatte, sonst wären dem englischen Gastronom wahrscheinlich neben dem Anbflussrohr die Haare ausgefallen... Jedenfalls finden es die drei inselbewohnenden Kellergeister-Glasrücker gut, dass Vater Ludolf oft Nasenbluten hatte (was ist gut an Nasenbluten?). Aber egal, auf jeden Fall freuen sich die Brüder Ludolf, "mal wieder was vom Vater gehört zu haben", meint zumindest Horst-Günter. Nur die Frage, ob Vater und Mutter noch immer zusammen sind, die wollten die Brüder noch stellen, bevor sich Opa und Papa "ausklinkten". Aber für was hat man denn sein "Medium"? Nach der beantworteten Frage, ob Mutter Ludolf klein und kräftig "gebaut" war, welche die drei schlaflosen Dernbacher mit einem klaren "ja" beantworten, erklärt die "Kontaktperson", dass beide noch immer zusammen seien. Jetzt sind die Brüder zufrieden und verabschieden sich danksagend in bestem englisch von Ihren "Geistgebern".

Am nächsten Tag wird Peter von dieser "geistreichen Begegnung" von Uwe, Mannu und Horst-Günter unterrichtet und scheinbar ist er nicht sonderlich böse darüber, nicht dabei gewesen zu sein...

Also wenn Sie wieder einmal in England sind und Kontakt zu Ihren verstorbenen Ahnen haben möchten, einfach nachts in den Keller Ihres "Hotels" gehen und über die dort anwesenden Geisterbeschwörer ein wenig mit den Verwandten  plaudern!

Trotz allem bleibt noch immer die Frage offen, warum sich Opa und Papa als Gespenster ausgerechnet im Keller einer englischen Kneipe aufhalten !!!!