Bastelanleitung Safari-Peugeot

Aus LudolfsLexikon

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Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus... Wollen Sie auch mal Bäume sehen, die in diesem "Wonnemonat" wild um sich schlagen? Dann begeben Sie sich in den heimischen Wald und beobachten Sie die dortigen wilden Tiere (nur passen Sie vor "schlagenden" Bäumen auf). Aber es sollte nicht nur beim beobachten der Natur bleiben, denn auch Sie können wie John Wayne in "Hattarrie" oder bei "Doktorie" (O-Ton Manni L.) aus einem einfach Ausflug in den heimischen Forst eine Safari machen! Natürlich nicht ohne Fahrzeug, denn wandern kann ja jeder und erst durch eine anständige Ausfahrt "in die herrliche Natur" bekommt man so alles richtig zu sehen. Also machen Sie es den drei Dernbacher Wildnisexperten Uwe, Peter und Manfred Ludolf nach und bauen Sie sich ein "Safari-Fahrzeug"! Am besten eignet sich dazu ein Pkw der Marke Peugeot. Denn wie sagte schon "Hattarrie-Kenner" Peter L., als ein Schrottreifer Peugeot 404 auf dessen Verwertungshof stand: "Ist das nich ein rabustes Fahrzeug? Auch Dank der Türgriffe konnte man schnell flüchten und Peugeot sind in Afrika gefragt, weil die die Wüstensachen gut bestehen können". O-Ton Peter L. Also besorgen Sie sich einen 404er, ein wenig werden Sie suchen müssen, aber irgendwo wird schon einer rumstehen. Bevor Sie jetzt allerdings starten, müssen an dem Fahrzeug noch einige Änderungen vollzogen werden, damit die Tiere des Waldes das Auto nicht erkennen und davor keine Angst haben. Ein "Hattarrie-Hut", wie ihn John Wayne bei der Großwildjagd trug ist ebenfalls Pflicht. Sie haben also irgendwann einen 404 und hoffentlich auch gleich in gold-metallic, diese Grundfarbe eignet sich nämlich, laut Manfred L., vorzüglich zur idealen Farbkombination mit Tarnfarben wie grün, gelb und schwarz. Nun besorgen Sie sich im Farbengeschäft Ihres Vertrauens oder in einem Baumarkt einen breiten Heizkörperpinsel, einen kleinen Pinsel (für die Feinarbeiten) einen 5 kg Eimer grüne Ölfarbe, eine mittlere Dose grüne Farbe, eine mittlere Dose gelbe Farbe und eine, ebenfalls mittlere Dose weiße Farbe. Alles natürlich wasserfeste Ölfarben, sonst ist Ihr Tarnfahrzeuganstrich beim nächsten Regen (und der kommt bestimmt), weg. Zuerst werden mit dem breiten Heizkörperpinsel schöne grüne Streifen, wie bei einem Zebra (obwohl dessen Streifen eigentlich schwarz sind) rund herum auf den Peugeot gemalt, dann nehmen Sie Ihr kleines Pinselchen (...nein, nicht das. Den Pinsel aus dem Baumarkt ! )und malen schöne, kleine gelbe Streifen neben die großen grünen Tarnstreifen. Sieht super aus. Zu guter Letzt, werden die großen grünen Streifen, welche an den Seitenrändern zum Teil kleine gelbe Streifchen haben, noch innen mit kleinen, dünnen, schwarzen Streifchen versehen. So sieht eine Tarnung aus. Schnappen Sie sich jetzt Ihre bereits Stromgefüllte Kabeltrommel, schließen Ihre Bohrmaschine daran an, spannen einen anständigen Fräser ins Bohrfutter und Bohren zwei schöne, runde Löcher in die Kofferraumkklappe. Dies zu dem Zweck, mit zwei langen 8er Schrauben einen Reifen auf diesen Deckel zu montieren. Ist der Reifen dann dort festgeschraubt, wird dieser komplett mit der gelben Ölfarbe angemalt. da auch Sie sicherlich ein Perfektionist wie Manni sind, greifen Sie sich einen Tannenzapfen (liegt bestimmt in Ihrem Hof herum), tupfen diesen in schwarze Ölfarbe und machen Tannenzapfenspuren auf den Peugeot. Sieht dann aus wie die Fußspuren eines kleinen Tieres (Maus?), welches über das Safari-Fahrzeug marschiert ist... Meint jedenfall "Künstler" Manfred. Wo soll aber ein Großwildjäger, der mit einer Kamera bewaffnet ist und wilde Tiere jagen will, sitzen? Im Fahrzeug nützt das ja wenig, also muss ein alter Autositz auf die Motorhaube montiert werden. John Wayne hockte ja auch vorn bei seinen zahlreichen Nashorneinfangszenen. Schauen Sie sich ein wenig auf Ihrem Gelände um und Sie werden irgendwo den alten Fahrersitz eines Fiat-Panda finden, diesen können Sie jetzt auf die Peugeot- Motorhaube schrauben. Auch das stellt kein Problem dar, da Sie ja noch Ihre Bohrmaschine mit dem Fräser irgendwo im Hof liegen haben und vier Löcher schnell gemacht sind. Jetzt zwei alte Auspuffschellen geschnappt und damit den Pandasitz festgeschraubt. Hält, klasse. Doch die Sicherheit geht vor und nochmal werden zwei Löcher gefräst, in denen dann lange 8er Schrauben mit großen Unterlegscheiben nebst passenden Muttern zur Befestigung des Bauchgurtes dienen. Woher Sie einen Bauchgurt bekommen? Ganz einfach. Schauen Sie doch mal auf die Rückbank Ihres Pkw, dort ist der mittlere Gurt meist ein Bauchgurt und da Sie eh meistens nur mit max. vier Personen im Auto fahren, können Sie das Ding ruhig da ausbauen. Zwischendurch essen Sie mal ein Wildschweinschnitzel zur Einstimmung auf kommende Wildnis-Abenteuer. Ihr Familienchefkoch bereitet diese wilden Schnitzel bestimmt gerne zu! Jetzt machen Sie erst einmal Feierabend und morgen geht´s dann weiter. Ja morgen, aber Sie und Ihre Jagdgenossen müssen dann sehr früh aufstehen, sonst ist da nix mit wilden Waldtieren, die sind nur morgens da... Doch bevor Sie starten, montieren Sie noch schnell einen Suchscheinwerfer auf das Dach des 404. Es könnte ja an diesem morgen überraschend dunkel werden. Nun kann Ihre fröhliche Jagdgesellschaft auf Tour gehen, wenn der alte Peugeot anspringt. Vielleicht war es ihm über Nacht etwas feucht geworden im Verteiler und er weigert sich die Safari mit zu machen? Nicht schlimm, Fahrer und Beifahrer rein ins Fahrzeug, Sie schieben ein paar hundert Meter und wenn die Zündung an war, sowie der zweite Gang eingelegt, dann läuft er auch und Sie können bequem auf dem Motorhaubenauskuck Platz nehmen. Die Fahrt gestaltet sich bestimmt auch bei Ihnen sehr interessant, wenn Sie angeschnallt sind und mit Ihrem Fotoapparat alle wilden Tier, wie Kühe, zahme Rehe im Gehe usw. fotografieren können.

Also begeben auch Sie sich mit einem fröhlichen "Hallalli" auf die Fotosafari in die unberrührten Wälder Ihrer Umgebung und bezahlen dann auch den Eintritt in den Waldzoo Ihres Nachbarortes. Dort befinden sich nämlich noch Wildschweinschnitzel auf vier Beinen...