Autokino Pick Up

Aus LudolfsLexikon

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Amerika ist überall...

Ein Pick Up. In Amerika, Asien, Neuseeland und Afrika sehr oft zu finden, sieht man solche "Pritschenwagen" auf Geländewagenbasis in Deutschland eher selten. Hier braucht man kaum solch ein Fahrzeug, wir haben ja unseren VW- oder Ford-Transit Pritsche. Aber gehen wir einmal davon aus, Sie haben genug von all den herkömmlichen Handwerkerautos, wollen (oder müssen), wie auch Uwe Ludolf, ein Regal (oder Rollgerüst) transportieren und dazu möchten Sie mal was ausgefallenes als Transporter. Also entschließen Sie sich kurzerhand einen "Pick Up" zu besorgen. Woher bekommen Sie einen? Ist doch ganz einfach! Gehen Sie zu Ihrem örtlichen "Auto-Bernie". Der hat doch immer irgendwas rumstehen, was Sie benötigen und manchmal holt er auch das zuvor von Ihnen erworbene Fahrzeug für "kleines Geld" (wie Peter Ludolf sagt) wieder zurück.Also auch Ihr "Bernie" wird bestimmt so einen alten "Pritschenami" rumstehen haben und Sie holen sich, genau wie die Brüder Ludolf, die Kiste einfach.Zu Hause angekommen, stellen Sie den Waldarbeiterferrari erst einmal auf Ihren Hof (zuvor 2x Hupen, irgendeiner macht das Hoftor schon auf...). Bewundern Sie zusammen mit anderen Familienmitgliedern erst einmal den "Truck", wie so ein Fahrzeug in Amerika auch genannt wird. Kleines Lenkrad, super! Auch der dickbäuchigste Ranger passt hier rein und einen V6 hat er auch unter der Haube (nicht der Ranger, der Pick Up!). Geiles Auto! So läuft die Geschichte auch bei den Ludolf-Pick Up-Boys. Zum Glück ist deren Pritschenrenner schon ziemlich heruntergekommen, wie diese Fahrzeuge auch vorzugsweise auszusehen haben, und Manni versagt sich jegliche Reinigungs- und Polierorgie. Also, wenn der Pick Up dann mit dem Regal oder Rollgerüst beladen ist, können Sie sich zusammen mit einem Helfer, der am besten Ihr Bruder sein sollte, zum Abtansport der Teile auf den Weg machen. Es sei hier am Rande erwähnt, dass Sie, als die verantwortliche Person in Sachen Transport und Logistik, Ihrem Helfer gegenüber immer freundliche Worte entgegenbringen sollten. Immer schön das Wort mit "B" am Anfang sagen, sonst kann es passieren, dass das Helferlein in den Sitzstreik geht, und Sie alleine den Beladevorgang beenden müssen. Das ist nicht schön!  O.K., wie der Amerikaner zwischen seinem Kaugummi hervornuschelt. Sie haben den Ort erreicht, an welchem Ihr Ladegut seine letzte Ruhestätte finden soll, haben abgeladen und sind wieder auf dem Weg zurück, wie unsere Pick Up-Driver Uwe und Manfred Ludolf. Während der Fahrt auf dem "Highway" (auch Bundes- oder Landesstraße genannt), wird Ihre Unterhaltung zwangsläufig auf ein "Ranger-Dasein" zulaufen und es stellt sich heraus, dass auch so mancher gestandene Mann Angst vor Pferden hat. Uwe! Der Naturbursche Manni, selbst ein Mann ohne Furcht und Tadel, fährt mit seinem Bruder zwecks Pferdeangstabbautherapie einfach zu einem befreundeten Pferd, bzw. zu einem befreundete Westerwaldcowboy. Der Cowboy, welcher östlich des Rio Grande mit seinem treuen Pferd "Lucky" die wilden und gefährlichen Weiten dieses unwirtlichen Landes lebt, ständig den Stetson auf dem markanten Kopf tragend, mit Adleraugen überwacht ist die Westerwälder Antwort auf John Wayne. Das heißt eigentlich nichts anderes, als das Manni einen Kumpel hat, der sein Pferdchen zum Weiden auf die Dernbacher Hasenhöhe gebracht hat. Und zufällig ist er auch noch gerade da... Kleines Pferdegeflüster, Angst weg und weiter geht´s in Richtung Heimat.Dort angekommen, warten schon andere Mitglieder Ihrer Sippe sehnlichst auf Ihr erscheinen, da man plant, mit dem Pick Up so richtig stilecht ins Autokino zu fahren.Da es im Führerhaus für drei richtige Kerle doch ziemlich eng wird, beschließt man kurzerhand zwei alte Autositze, welche natürlich zuvor einer professionellen Reinigung durch Manni unterzogen werden, mit zu nehmen und diese als Kinositze auf der Ladefläche des Pick-Up  zwecks gemütlicher Autokinoatmosphäre aufzustellen. Wer dann die Filmvorführung auf dem Radkasten sitzend verbringt, wissen die Brüder schon jetzt, Manni. Da Horst-Günter auch an diesem "Familienausflug" nicht teilnimmt, überreicht ihm Peter eine Mundharmonika, um sich die Zeit bis zur Wiederkehr der drei Pritschenwagenkinobesucher zu vertreiben. Wie in einem amerikanischen Wildwestfilm soll Horst-Günter sich fühlen... "The lonley Cowboy" spielt dann auch auf seinem Instrument und Peter genießt kurz diese Klänge (schlafend...).

Natürlich keine Ludolfsche Aktivität ohne das Chefkoch Peter L. eine passende Mahlzeit oder wie hier, einen "Autokino-Snack" für sich und seine Jungens zu "Poppen". Also die Sitze sind verladen, der Chefkoch hat seine benötigten Popcornzubereitungsutensilien ebenfalls verfrachtet und die Fahrt zum Autokino kann losgehen. Nach langer Fahrt auf den mehrspurigen, endlosen Highways des Westerwaldes, kommen die Brüder beim Autokino an. Seien auch Sie, wie die drei lustigen Dernbacher, einige Stunden vor Filmbeginn schon auf dem Gelände des Autokinos, um Ihren Pick Up in die bestmögliche Filmbetrachtungsposition zu rangieren, um später, eigentlich viel später, auch einen ungetrübten Filmgenuss zu erleben. Endlich, nach mehrfacher Pick Up Standortverlegung, wo Sie, wie auch die Gebrüder Ludolf wahrscheinlich den richtigen Platz gefunden haben, wird erst einmal der "Autokino-Snack" zubereitet. "The Amerikan Way of live" lautet die Devise und Chefkoch Peter L. bereitet Popcorn zu.

Popcorn ist wohl das einzige Nahrungsmittel (außer Burger und Hot Dogs), welches die Amerikaner im Autokino zu sich nehmen, meint jedenfalls Chefkoch Peter L. Der Unterschied zwischen dem herkömmlichen Autokinopopcornverzehrer und den Ludolfs besteht darin, dass Peter L. die Maiskörner erst vor Ort zu Popcorn verwandelt. Die genaue  Autokinopopcornherstellung lesen Sie am besten selbst in Chefkoch Peter L´s. Rezeptanleitung nach.

Jetzt wäre noch interessant zu wissen, welcher Film eigentlich heute Abend gezeigt wird. Es könnte sich um den Dokumentarfilm "Die Drei auf der Ladefläche" handeln, aber genaues weiß man nicht...