Unimog Inneneinrichtung

Aus LudolfsLexikon

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Da es sich bei den meisten Universal-Motor-Geräten , kurz Unimog genannt, um Zweisitzer handelt, muss man sich zwecks erweiterter Personenbeförderungsanzahl etwas einfallen lassen. Wie im Falle der Gebrüder Ludolf, die ja einen Unimog auf dem Hof hatten, wurde ein altes Feuerwehrauto zum Transportfahrzeug für Peter, und der will es wohnlich haben… Also wie geht man vor, um Sitzmöglichkeiten und eine gemütliche Atmosphäre für familieneigene Fahrgäste zu schaffen? Ganz einfach, die Ludolfs zeigen es uns.
Also Sie haben auch einen Unimog, davon gehen wir einfach mal aus, und die freiwillige Feuerwehr in Ihrem Ort vermisst diesen noch nicht. Überlegen Sie nicht lange und räumen den Aufbau des Fahrzeuges erst einmal aus. Das bedeutet, Sie entnehmen die Schubfächer für die Schlauchaufbewahrung und stellen die Dinger erst einmal auf Ihren Hof. Dort können die dann in aller Ruhe verrotten…So, jetzt ist schon ein wenig mehr Platz und Sie können überlegen, wie Sie eine Sitzmöglichkeit einbauen. Auch hier machen es die Ludolfs gekonnt vor! Irgendwo haben Sie bestimmt ja auch eine alte Sitzbank von einem Ihrer Autos rumstehen. Genau diese Sitzbank benötigen Sie jetzt, um den bequemen Personentransport zu gewährleisten. Aber was wäre ein gemütlicher Fahrgastraum ohne schöne Bilder an den Wänden? Schnell mal im PC nachgeschaut, ob nicht ein paar Fotos digitalisiert auf der Festplatte rumhängen. Und, siehe da, es sind welche drauf! Freude wird Sie übermannen und Sie werden sofort einen Druckbefehl an Ihren Drucker geben um romantische Bilder zu erhalten. Welche Motive nun auf den Ausdrucken erscheinen sollen, ist ganz Ihnen überlassen. Also die nun vorhandenen Ausdrucke mit Klebeband im Innern des Unimogaufbaues befestigt, und vielleicht sollten Sie auch, wie Manni L. schnell noch ein wenig Grünzeug beifügen. Einfach ein paar Äste von einer Hecke abgeschnitten und mit dazu geklebt. Wenn Sie keine eigene Hecke besitzen, Ihr Nachbar wird bestimmt eine haben … Nach Fertigstellung dieser Innenwandverschönerung sieht das vielleicht ein wenig wie ein Altar einer Himmelfahrtsprozession aus, aber außer dem Insassen des Aufbaues sieht es ja keiner. Beginnen Sie nun mit der Installation der Sitzbank. Hierfür holen Sie sich Ihre Bohrmaschine und einen kräftigen Bohrer. Die Größe des Bohrers richtet sich nach den Schraubengrößen und diese sollten nach Möglichkeit ziemlich groß sein (8er). Allerdings können Sie, wenn Sie wollen, auch zuvor erst einmal feststellen, ob die Sitzbank überhaupt in den Aufbau reinpasst. Also nicht optisch, sondern in der Größe. Wenn sie denn passen sollte, rein damit und festgeschraubt. Super, hält! Da es ja im "Fahrgastraum" wohnlich sein soll, so der Wunsch des Mitfahrers, benötigen Sie auch einen schönen Teppich. Entweder Sie haben noch einen schönen alten Flokati, welcher gerne in der romantischen Farbe rot sein darf, oder benutzen einfach einen Badewannenvorleger, sieht fast genauso aus. Hammer und kurze Nägel zur Hand und ruck - zuck den "Teppich" auf dem Boden des Unimogaufbaues festgenagelt. Hält, wenn der Boden mit Holzplatten ausgelegt ist, wenn nicht, nehmen Sie einfach ein paar Blechschrauben… Da der Hammer ja schon mal da ist, nehmen auch Sie, wie Manni L. eine kleine zerzauste Stoffpuppe und nageln diese an eine der Unimogaufbauseitenwände. Sieht super aus, und evtl. kann der Mann im Aufbau auch noch während der Fahrt den einen oder anderen Voodo - Zauber an dem Stoffpüppchen vornehmen… Was fehlt jetzt noch? Ach ja, eine Lampe ohne Schirm! Also besorgen Sie sich eine kleine Nachttischlampe und befestigen diese auf einem (noch) vorhandenen Regal des ehem. Feuerwehrfahrzeuges mit Bindedraht. Diese Funzel funktioniert zwar nicht, wie auch Manfred weiß, aber für eine gemütliche Atmosphäre reicht alleine die Anwesenheit der "Lampe". Da auch Sie Ihre Naturverbundenheit im Personentransportbehälter auf Ihrem Unimog demonstrieren möchten, wie die Herren Ludolf, benutzen Sie nochmals Ihr Familienfotoausdruckklebeband und befestigen damit, wieder auf dem vorhandenen Regal, irgendeinen Plastikgeier oder Kunststoffadler. Egal, was gerade an Plastikvögeln vorhanden ist wird reingepappt. Sollte kein Kunststoffvogel greifbar sein, nehmen Sie eben einen Ihrer Gartenzwerge. Der tut es in diesem Falle auch und kann zwischendurch auch von jedem nach belieben Beschimpft oder gepeinigt werden.
So, das wär´s eigentlich erst mal. Sieht irgendwie "gemütlich" aus (wenn man nicht hinschaut), aber Sie und Peter L. wollten es ja so.
Mit ein wenig Farbe können Sie dann noch einige "Verschönerungen" am Unimog durchführen, also außen, innen geht´s ja angeblich nicht schöner. Malen Sie einen Klingelknopf , eine sog. "Bimel", eine Sonne oder irgendwelche kyrillische Schriftzeichen. Ganz wie es Ihnen gefällt.
Äußerst wichtig ist auch noch eine pinkfarbene Luftballonameise, die Sie an der Dachantenne des Fahrzeuges befestigen müssen. Was die da oben soll, weiß wahrscheinlich außer Manfred Ludolf kein Mensch…
Hat Ihr Fahrgast es dann irgendwie geschafft in den Aufbau zu klettern, schließen Sie die Rollläden am Gehäuse und ab geht die wilde Fahrt durch unwirtliches Gelände oder Kiesgruben.
Und Horst-Günter denkt,
ich habe recht,
bleib lieber hier,
von dem Geschaukel wird mir schlecht.