Sitzordnung im Gemeinschaftsraum

Aus LudolfsLexikon

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Wie in fast jeder Familie oder dort, wo sich mehrere Menschen täglich zur gleichen Zeit aufhalten (Büro, Auto, Arbeitsamt usw.), gibt es eine Art „Sitzordnung“. So auch im Gemeinschaftsaufenthaltsraum der Ludolf-Brüder.
Doch warum gibt es diese Sitzordnung und welchen Sinn erfüllt diese? Mit dieser Frage haben wir uns einmal beschäftigt und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen (ob das alles so stimmt, wissen wir natürlich nicht…).
Peter: Gelegentlich friert der familieneigene Langhaarträger scheinbar und sucht dann die Nähe des Ölofens (dies hauptsächlich in den Wintermonaten). Auch muss er die kürzeste Strecke zur Küche zurücklegen, was wiederum den Vorteil hat, dass er schnellstens seine berühmten Gerichte zubereiten kann, ohne vorher lange Wege zurückzulegen müssen. Ein besonderer Vorteil bietet Peters Platz, da er die Tür zu „seinen Schätzen“, welche sich hinter ihm befindet, ständig durch seinen Körper blockieren kann und somit niemand in den Raum gelangt (ohne evtl. über ihn zu klettern…). Außerdem hat er den gesamten Gemeinschaftsraum im Blick, das heißt, die Eingangstür, den Fernseher, Uwe und Manni (wenn sie da sind) und natürlich Horst-Günter. Insbesondere der Blickkontakt zu Günterchen ist somit für Peter gegeben, ohne den Kopf unnötig drehen zu müssen.

Horst-Günter: Er sitzt wahrscheinlich noch aus alter Gewohnheit dort, da das frühere (graue) Telefon noch nicht schnurlos war und somit eine gewisse „Ortsgebundenheit“ bestand. Ein weiterer Vorteil von Günters Sitzplatz liegt darin, dass der, von seinen Zigaretten produzierte Rauch, sich schnell und gleichmäßig im Raum verteilen kann, da Horst-Günter ja praktisch in der Mitte der Stube sitzt (also an der Wand, nicht mitten im Raum…). Auch kann er von seinem Platz die firmeneigene Türklingel sehr gut hören und sollte diese durch einen evtl. technischen Defekt einmal an ihrer akustischen Wirkung verlieren, sieht er immer noch, wie das nicht-angeschraubte Läutewerk an der Wand über der Tür wie wild hin und her hüpft. Auch bietet seine Sitzgelegenheit und deren Standort, die Möglichkeit, beide Tische zu nutzen (Kaffeebecher, Thermoskannen, Aschenbecher usw.). Sollte Chefkoch Peter L. einmal Hilfe in der Küche, bei der Zubereitung der mittäglichen Nahrung benötigen, kann Günterchen ruck-zuck dorthin gelangen und seinem Bruder zur Hand gehen. Dies ist durch die scheinbar wohl bedachte Platzwahl vom Türglockenbeobachter und Herr über das (mittlerweile) Schnurlostelefon sehr gut möglich und auch der Weg zur Küche, wenn Peter mal keine Hilfe braucht, ist sehr gut möglich (z.B. bei Teileanfragen, wenn der Chefkoch gerade neue Kreationen am heimischen Herd ausprobiert und deshalb nicht an seinem Sitzplatz ist). Auch hat Horst-Günter einen direkten Blick zum Fernsehgerät, welches ihm mit spannenden Mittagsprogrammen Kurzweil zwischen den sehr häufigen Telefonaten bietet.

Uwe: Der älteste der Brüder sitzt in seinem sicheren Eckchen, kann seine Lockenpracht an der kalenderbehangenen Wand hinter ihm anlehnen, wenn Manni gerade mal nicht ist, seine Beine auf dessen Stuhl legen. Auch bietet der Tisch, links neben ihm (klar, rechts würde ja keiner hinpassen…), einen schönen Abstellplatz für seine kamillenteegefüllte Thermoskanne sowie für den dazu gehörigen Becher. An der Wand neben ihm finden in einem Allerleidingehängebehälter seine Lesebrille, sowie diverse Fotos und Zettel Platz. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Uwe sein Essen immer gebracht bekommt, da er ja sein Eckchen schlecht verlassen kann, wenn Manni schon davor sitzt. Wobei wir schon beim Sitzplatz von Manfred Ludolf wären.

Manfred: Da Manni die mittägliche Serviertätigkeit für seinen Bruder Uwe übernommen hat (ob freiwillig oder nicht, sei dahin gestellt), hat er den Eckplatz an Tisch 1 (in Eingangsrichtung gesehen) und kann daher auch öfter mal aufspringen und irgendwelche Dinge sehr schnell den noch an den Tischen sitzenden Brüdern bringen bzw. vorführen. Ob dies sonderbare Gewänder sind, die zu Ehren von irgendwelchen Fahrzeugen von Manfred unbedingt benötigt werden, oder es sich um eine Vorführung in Erster-Hilfe handelt, Manni ist durch seinen Ecksitzplatz sehr flexibel. Auch kann er seine Beine ausstrecken und seinen, meist mit einem grünen Hütchen bedeckten Kopf, an die Wand hinter sich lehnen. Uwe sowie Manfred haben beide den Vorteil, dass sie, wenn die Türe plötzlich aufgemacht werden sollte, nicht gleich gesehen werden. Aber wer sollte die Tür öffnen, wenn alle vier im Gemeinschaftsraum sitzen? Ohne Klingeln kommt ja selbst Schwester Sabine nicht durch die Haustüre (dank des kleinen Riegels an der Innenseite der Tür…).
Da, wie uns Chefkoch Peter L. einmal bestätigte, das Filmteam von Preview des Öfteren mit verköstigt wird, könnte es durchaus sein, dass sich die Sitzordnung dann etwas verändert. Aber genaues weiß man nicht...