Aus LudolfsLexikon
Nachgedanken zur Premiere von „Dankeschön für Italien!“ am 04.04.2009 in Dürrholz. Eigentlich kein neues Rezept vom Blitzer, aber vielleicht in der zweiten Ausgabe von „Peter kocht“, wer weiß ?
Reisevorbereitungsnudeln
Wenn die Ludolfs eine Reise machen, kann der Blumenmustertopf zuvor noch was erleben. Eine Reise nach Italien und somit wird der nie erfüllte,elterliche Wunsch der Ludolf-Burschen verwirklicht! Dies wird von den vier Schrottgurus aus Dernbach per Handschlag besiegelt und auch der bekennende Reiseunlustbezeuger Horst-Günter ist mit von der Partie! Jedoch bevor der alte Wohnwagen an den Opel Rekord, welcher irgendwo (seit gefühlten 1oo Jahren) unter einer grünen Plane auf seinen Einsatz wartete, gekuppelt wird, gibts erst einmal eine Fuhre „Nudelchen“ vom Chefkoch Peter L. Es ist also ratsam, bevor man sich gen Italien (Genitalien?) begibt, erst Nudeln zu essen. Dort gibt es ja keine... Nun, wie dem auch sei, Chefkoch Peter L. bereitet sein Lieblingsgericht zu (SEIN, Lieblingsgericht).
Keine Angst, Sie haben weder Ihre Wahlwiederholung im vorderen Hirnlappen gedrückt, noch ein Déjà-vu. Nee, der liebe Peter kocht wieder sein altbewährtes Mittelsträsser- Nudel-Gulasch-Pusztasalat-Gemisch.
Was schnappt sich der Nudelkoch zwecks Herstellung der leckeren Mahlzeit?
1 x weißer HBMT mit HBMTD (Herbstlicherbaummotivtopf mit Herbstlichembaummotivtopfdeckel)
1 x Blumenmustertopf (ohne Deckel und wenn doch, dann passend)
1 x Elektroherd (der beliebte vier-Platten Herd, mit unterseitig integrierter, mittels Klappe meist verschlossener Bratröhre. Vom Laien auch schlicht Backofen genannt)
1 x weißer Plastikwender
1 x Wandwasserboiler (es kann nur Einen geben: Sprudelfix von Quelle!)
1 x Doppelbeckenspüle (unter dem Wandwasserboiler platziert)
1 x Dosengulaschöffner (der beliebte mit dem AUA-Effekt)
Nudelabtropfsieb (Material und Farbe desgleichen überlassen wir mal Ihnen!)
2 x Teller (Flach oder Tief, was gerade greifbar ist)
3 x Speisegabeln (aber Suppenlöffel funktionieren hierfür auch)
1 x „NAAG“ (Nahrungsmittelallroundaufnahmegefäß) Mannis Plastikschüsselchen
2 x Hände (am besten die eigenen, vorteilhafter wären die eines anderen, was die Arbeit ungemein erleichtern könnte...)
1 x Küchentisch (mit bunter Wachstuchtischdecke)
...und was kommt dann in die Töpfchen?
1 – 2 (S)Päckchen Nudeln (die Originalen mit den Windungen, da kann die Soße besser rein, sagt Peter L.,und meint damit sog. „Fusili“ oder auch „Wickli“)
Dosengulasch ( einige Dosen, was halt so rumsteht, in den unendlichen Weiten des Vorratsschrankes)
1 Glas Pusztasalat (ob groß oder klein, egal, das Zeug das muss ins Töpfchen rein)
Wandboilernudelkochwasser (durch Sprudelfix bereits vorgewärmt. Danke Sprudelfix !)
So, dann schauen wir mal wieder Chefkoch Peter L. über die Schulter (also zwischen Nacken und Haaren hindurch) und versuchen, diese Köstlichkeit halbwegs nachzukochen. Stellen auch Sie sich, wie Peter L. vor Ihren vier-Platten Elektroherd und gleichzeitig den Blumenmustertopf auf die hintere, rechte Herdplatte. Und jetzt am, dieser Herdplatte zugeteilten, nach beiden Seiten beliebig drehbaren, Heizstufenwahlschalter die höchste Stromzufuhrstufe wählen. Sofort wird Energie in Form von elektrischem Strom zur Herdplatte geschickt und diese sollte sich, sowie den darauf befindlichen Blumenmustertopf (bislang ohne Blumenmustertopfdeckel) erhitzen. Packen Sie nun die Gelegenheit am Schopfe und das Glas Pusztasalat von der Tischoberfläche. Wie immer wird unter roher Gewalteinwirkung mittels, bereits erwähnter eigener Hände, der Verschlussdeckel des Glases durch drehen (links herum !) vom Glasbehälter getrennt und der maschinell zerschnippelte Gemüsesalat in den Blumenmustertopf gekippt. Drinn, toll sieht er aus, der Pusztasalat. Herrlich, ist auch der Anblick, wenn Sie die Nudeln in den bereits mit Wandboilerwasser gefüllten HMBT geschüttet haben. Jedoch sollte der HMBT zuvor auf die linke, hintere Herdplatte gestellt worden sein und deren Erhitzungsvorgang nach dem gleichen Muster ablaufen wie beim Blumenmustertopf mit zerschnippeltem Pusztasalat. Also, volle Pulle! Geben Sie nun, dem HMBTD (zur Erinnerung: „Herbstlicherbaummotivtopfdeckel“) auf den Wandboilernudelwasser, sowie mit Nudeln befüllten HBMT und machen eine kleine, philosophische Denkpause.
Wie begann eigentlich Ihre Nudelesserkariere? Vielleicht ebenso wie bei Familienchefkoch Peter Ludolf, der als ganz kleines Kind die erste Nudel von seiner Mutter bekam. Allerdings war diese klein geschnitten und ganz weich (die Nudel natürlich, nicht die Mutter!!). Und wie sagte Peter L. weiterhin: „Ja und so begleitet jeden Menschen die Nudel ein ganzes Leben lang und je älter man wird, desto weicher wird die Nudel wieder....“ Herr Ludolf meint in diesem Falle natürlich mit der erwähnten Nudel das Teigwarenerzeugnis! Was sonst ? Jedoch sollte man trotz dieser überaus erquickenden philosophischen Momente die Nudeln im HBMT nicht vergessen! Die toben sich nämlich mittlerweile im kochenden Wandboilerwasser aus und genau dieses Wasser unternimmt wieder einmal Fluchtversuche aus dem Topf, dies erkennt man am wackelnden HBMTD der heldenhaft versucht das Wasser im Gefäß zu halten. Was ihm aber durch die ununterbrochene Stromzufuhr durch die Herdplatte kaum gelingt. Also, bevor wieder einmal diese Brühe die komplette Herdoberfläche überschwemmt, Stromzufuhr drosseln bzw. mittels Drehschalter an der Frontseite des Elektroherdes gänzlich unterbinden und den HBMT mitsamt des heldenhaften HMBTD von der Kochstelle nehmen. Sodann bietet sich die Trennung der „Fusili“ vom Kochwasser an. Stellen Sie das allseits verwendbare Nudelabtropfsieb, in Ihre Spüle und schütten die Nudeln mitsamt dem Nudelkochwasser in dieses gelöcherte Gefäß (das Sieb sollte gelöchert sein, nicht die Spüle). Nach diesem Vorgang darf das Wasser ablaufen und das Sieb mitsamt Nudelinhalt wird auf die bunte Wachstuchtischdecke auf Ihre Küchentischoberfläche gestellt. Jetzt kann das Nudelkoch - Restwasser auch noch irgend wohin ablaufen... Wenn Sie schon mal an Ihrem Tisch stehen, wie auch Chefkoch Peter L. ,schnappen Sie doch gleich die Gulaschkonserven und öffnen diese mit dem Dosenöffner, welcher Ihnen noch immer Freude bereitet durch seinen AUA-Effekt (wir kennen dieses heimtückische Instrument ja bereits...). Aber immer darauf achten: „Fleisch muss frisch sein, auch wenn es aus der Dose kommt“. O-Ton Peter L. Der Weg ist das Ziel und somit marschieren Sie mit Ihren geöffneten Gulaschdosen (die Anzahl derselben bestimmen ausnahmsweise mal Sie selbst!) wieder zurück zum Elektroherd. Angekommen! Kippen Sie den Inhalt der Gulaschdosen ( diese leckeren, frischen und optisch ansprechenden Fleischstücke...) dann zu den zerschnippelten Gemüsestreifen, also zum bereits im BMT auf Gesellschaft wartenden Pusztasalat. Ob sich jetzt eine freundschaftliche Beziehung zwischen Pusztasalat und Dosengulasch aufbaut, wissen wir nicht. Aber auch Sie sollten ein, mehr oder weniger intimes Zusammensein beider Komponenten fördern, indem Sie, wie auch Dosengulaschspezialist Peter L.,mit dem weißen Plastikwender (der auch aus Holz bestehen kann) kräftig „Wirbel“ machen. Es geht mal wieder rund, im Blumenmustertopf! Irgendwann wird es im Töpfchen blubbern und das kulinarische Highlight vor der Italienreise ist fertig (angebrannt...). Schwupps die, auf dem Küchentisch mit der bunten Wachstuchtischdecke abgetropften Nudeln auf zwei Teller und ins Manni-Eigene „NAAG“ (Nahrungsmittelallroundaufnahmegefäß), also in Manfreds grünes Plastikschüsselchen geben, Pusztsalat geschwängerten Dosengulasch über die Nudeln schütten und fertig ist das Ganze zur gefälligen Nahrungsmitteleinnahme durch Sie und andere Dosengulasch-Nudel-Pusztasalat-Gemisch-Liebhaber.
Auch hier bietet sich das allgegenwärtige Cola-Light als Runterschluckbeschleuniger an.
Günterchen, schon lang der Nudeln überdrüssig,
findet Mittagessen überflüssig.
Denn Horst-Günter, der ist ziemlich helle,
isst abends Leckereien aus der Mikrowelle!