Piti

Aus LudolfsLexikon

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Einen VW-Käfer zu besitzen, erfreut heute fast jeden. Fast. Wenn man dann auch noch den Käfer dem legendären "Herbie" das Äußere nachempfinden möchte, dann kann die folgende Ludolfsche Herbie-Bauanleitung sehr hilfreich sein.
Grundvoraussetzung ist allerdings, dass Ihr "Herbie" weiß ist. Sollte das nicht der Fall sein, verwerfen Sie Ihren "Toller - Käfer - Plan" oder lackieren Sie Herbie einfach um. Also ist Herbie jetzt irgendwie weiß und wenn ihm auch, wie beim Ludolf-Herbie einige Teile während seiner langen Lebenszeit verloren gingen, wie zum Beispiel das linke Trittbrett oder der Hupenring, so macht das nichts. Sie wollen ihn ja nicht verkaufen, sondern sich einen "Herbie" basteln.


Also erst einmal probieren, ob Sie auch in den alten Volkswagen reinpassen. Wenn ein anwesendes Familienmitglied erwähnt, Sie währen ein "Liputaner", so wie Peter es ausdrückt, machen Sie sich nichts daraus, Sie werden irgendwann schon an Umfang zulegen... Wie soll das Käferchen denn nun eigentlich heißen? Darüber macht sich auch Peter Ludolf Gedanken und sinniert lautstark über den Namen des filmbekannten Herbies nach: "Dudu, Pippi, Pappi oder Poppi, oder so". Doch auch hier hat Manfred L. wieder den Einfall. "PITI" ist der richtige Name für den VW, weil "Piti" für ihn die Abkürzung für Peter ist. Ihr Käfer muss natürlich nicht "Piti" heißen, nein, suchen Sie doch auch ein hübsches Namenskürzel eines lieben Menschen oder eines von Ihrem Hobby zum Beispiel. Trinken Sie gerne Bier, nennen Sie ihn doch einfach "Beck´s", oder wenn Sie Jäger sind bietet sich der Name "Waldmann" bzw. "Waldi" an. Es gibt tausend Möglichkeiten.
Aber genug der Namensüberlegungen, jetzt fangen Sie endlich an Ihren "Herbie" zu basteln.


Als erstes nehmen Sie breites Abklebband und kleben den Käfer von vorn bis hinten mit drei einigermaßen geraden Streifen ab. Lassen Sie einen Abstand zwischen den Klebestreifen von ca. 10 cm. Nun nehmen Sie einen kleinen Farbroller (mit Stiel) zur Hand, tauchen diesen in blaue Farbe und rollen damit die erste Bahn zwischen zwei Klebestreifen ab. Die Scheiben müssen nicht unbedingt mitlackiert werden... Den gleichen Vorgang noch einmal mit der zweiten "Bahn" wiederholen, diesmal nehmen Sie allerdings rote Farbe (RAL 3000). Ob Sie den kleinen Farbroller vorher reinigen, ist Ihnen überlassen.
Zack und Fertig! Jetzt folgt eine etwas künstlerisch anspruchsvoller Tätigkeit, nämlich mit einem zuvor herbeigeschafften Pinsel schwarze Kreise mit der Kennzahl 55 auf die Türen, die Motorhaube und die Fronthaube zu malen. Nicht einfach, gehört aber zu einem original "Herbie" (oder Pippi, wie auch immer) dazu. Nach dieser anstrengenden Arbeit können Sie noch auf das Blech zwischen Tür und Kotflügel den Namen des Käfers schreiben (wenn Ihnen bis dahin einer eingefallen ist). Schauen Sie nun einmal in Ihre Hallen oder herumstehenden Fahrzeugen nach, ob noch irgendwo zwei hintere Fußmatten rumliegen. Wenn ja, dann haben Sie das gleiche Glück wie Manni L. und dürfen die Fußmatten mittels Schrauben und Bohrmaschine hinten an die Kotflügel schrauben. Tolle Schmutzfänger! Oder wie Manfred sagt: "Supergeil, das gibt der neue Trend! Die Superschlammfänger, groß und geräumig (geräumige Schlammfänger?). Wenn Ihnen bei Ihrer Schlammfängersuche auch noch zwei alte Zusatzscheinwerfer begegnen, so schnappen Sie die Dinger, bohren zwei achter Löcher in die Fronthaube des Käfers und schrauben die Lampen dort an. Ob die "Hellas" auch noch mit Strom versorgt werden, ist ganz Ihre Sache.
So, fertig ist der "Herbie", oder "Piti", wie der Ludolfsche Käfer heißt. Jetzt kann Rallye gefahren werden (wenn man will). Auch ein geeigneter Gegner muss noch zum "Rennwagen" umfunktioniert werden. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel. Wollen Sie auch Ihren Käfer zu Rennzwecken benutzen, nicht vergessen einen Helm, am besten einen blauen, aufzusetzen.
Und ab geht der Herbie (hoffentlich hält die Zündspule bei Ihrem länger, als der des Ludolfschen "Piti´s"...).