Mannis Mutchatchos

Aus LudolfsLexikon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Liegen bei Ihnen auch dutzende Motoren in der Garage herum und Sie müssten mal wieder aufräumen? Dann holen Sie sich doch einige Kunststoffpaletten und lagern die Antriebsaggregate für Pkw´s auf diesen. Das macht Spaß und sieht ordentlich aus! Also Palette auf den Boden und mit zwei Mann den betreffenden Motor auf besagte Palette gehoben, aber vorher bis fünf zählen (warum bis fünf ? Keine Ahnung...). Ist die Palette dann beladen, schieben Sie die Gabel Ihres „deichselgesteuerten Flurförderzeuges“ (man kann auch Hubwagen darüber sagen) unter das Palettchen und ab damit zur vorläufigen Motorenpalettenlagerstätte. So machen es jedenfalls die Brüder Uwe und Manfred Ludolf, als sie sich aufgrund akuten Platzmangels in der Werkstatt veranlasst sahen, Regale auf zu stellen und somit die Motoren „umlagern“ mussten. Während dieser „Umschichtungsmaßnahme“ entdeckt Manni plötzlich längst vergessene Spielzeuge und mit lautem: „ Ahhhhhh, ich hab sie wieder, meine „Mutchatchos„ zieht er aus einem Fahrzeugteilehaufen zwei Stäbe, die mit einer Kette verbunden sind hervor. Diese „Mutchatchos“ heißen eigentlich Nunchaka, werden bei verschiedenen asiatischen Kampfsportarten eingesetzt und sind in Deutschland verboten. Verboten allerdings nur in der Öffentlichkeit und zu Hause auf dem eigenen Gelände, kann man mit den Dingern „spielen“ so lange man will (oder bis der Notarzt gerufen werden muss...). „Kleinere Unfälle“ mit solchen Geräten passieren halt immer wieder einmal. Mal bricht man sich das Nasenbein oder irgendwelche Platzwunden müssen mit ein paar kunstvollen Stichen von einem Arzt genäht werden, so was kommt halt vor, bei „Mutchatchos-Übungen“.
Jedenfalls versucht sich Manni an dem Kampfgerät und Uwe meint: „Manni hör auf, Du hast Dir beim letzten mal schon vor die Fresse gehauen. Deswegen hast Du auch so einen dicken Kolbenfresser im Gesicht“.
Doch Manni stört sich keineswegs an der Warnung seines Bruders und vollführt unter lauten Geräuschen, die an Freudenschreie von Donald Duck erinnern, ungelenke Übungen mit den beiden Stäben mit der Kette. Chuck Noris und Jackie Chan würden vor Neid erblassen (oder sich vor Lachen in die Kampfhose machen...). Jedenfalls schwingt Manfred die „Mutchatchos“ einigermaßen ansehlich und Uwe meint, er müsse das auch einmal probieren. Gesagt, getan. Uwe schnappt sich das asiatische Kampfsportwerkzeug, schwingt einmal damit durch die Luft und haut sich selbst eine auf dieRübe. Ende der Vorstellung! Obwohl Uwes immense Haarpracht den Schlag etwas dämpft, scheint sich doch eine Beule den Weg durch die Locken suchen zu wollen... Somit ist das Thema „Mutchatchos“ erledigt und die Kettenstöcke verschwinden in einem Ersatzteilhaufen. Adios Muchachos ! Wenn auch Sie solche „Mutchatchos“ irgendwo bei sich zu Hause finden, hauen Sie sich ruhig die Dinger mal kurz auf Ihren Kopf (nicht mit aller Gewalt!). Denn: Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen angeblich das Denkvermögen...