Mannis Gesundheitsritual

Aus LudolfsLexikon

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Krank oder nicht krank, das ist hier die Frage!

Da die brüderliche "Auspuffabseilhilfe" von Uwe und Manni sträflich vernachlässigt wurde, weil beide ihrem natürlichen Spieltrieb frönten und sich lustigen "Wasserspielen" widmeten, während sich der arme Peter auf seinem Auspuffhaufen fast die Seele nach ihnen aus dem Leib schrie, ist Peter nun ein wenig "sauer" auf seine beiden Brüder. Also beschließt er, Strafe muss sein und macht einfach mal einen auf Krank. Eine "Erkältungssimulation" bietet sich hier durchaus an. Zu diesem Schluss gelangt auch Horst-Günter, welchen Peter in seinen "Racheplan" eingeweiht hat. Sollen doch Uwe und Manfred, die beiden "Wasserspritzer" einmal zusehen, wie sie ohne Lagermeister Peter auskommen. Also setzt sich Peter ins Wohnzimmer (oder welches Zimmer das auch ist), wirft sich eine Decke über und rückt den kleinen, runden Tisch (der mit den roten Beinen) neben seinem "Erholungssessel" zurrecht. Ja, so gefällt ihm sein "Erkältungssimulationskrankenlager", fantastisch! Schnell ist mit heller Schminke ein blasser, kränklicher Teint hergestellt, eine zuvor mitgebrachte Zwiebel mit einem kleinen, stumpfen Messerchen in Stücke geschnitten (diesmal ohne das beliebte Holzschneidebrettchen zu benutzen). Nun mit den Zwiebelstücken kräftig über die Augen gerieben und schon sehen auch diese rot und krank aus! Nachdem Manni und Uwe feststellen, dass Peter ja tatsächlich krank aussieht, beschließt Manni seinem armen Bruder eine große Tasse Tee mit Zitrone zu bringen, welche natürlich gerne von dem "erkrankten" Familienmitglied dankend (und stöhnend) angenommen wird. Auch stellt der besorgte Manni seinem Brüderlein eine Schüssel mit ca. 1 kg zerschnittener Zitronen und Kamillenteebeutel, welches alles zusammen mit heißen Wandboilerwasser "überbrüht" wurde, auf den kleinen, runden Tisch. Mittels Handtuch, welches Peter über den Kopf ziehen muss, könnte er dann inhalieren. Wenn er denn wollte... Er wartet halt, bis Manfred das Zimmer verlässt und schiebt einfach die Wasserzitronenkamillenteeschüssel zur Seite. Unter dessen bereitet Manni ihm in der Küche "Heinzelmännchen" mit Gemüse und Kartoffeln zur Stärkung zu, mit diesem Gericht kann es mit Peters Gesundheitszustand nur noch aufwärts gehen. Das Rezept zu den "Heinzelmännchen" findet man natürlich in "Peter kocht", Peters Kochbuch. Nachdem Peter sich über die kleinen Heinzelmännchen hergemacht hat und Manni ein Lob, bezüglich dessen Kochkunst aussprach, erinnert sich Manni an ein "Ritual", welches er von einem lieben Italiener einmal gelernt hat und mittels dieses "Rituals" festgestellt werden kann, ob jemand krank oder gesund ist. Behauptet jedenfalls Manfred Ludolf...

Natürlich schreit dieses "Ritual" förmlich zur Nachahmung!

Also gehen Sie es an und versuchen Sie so manchen Simulanten in der Familie (oder wo auch immer) auf die Schliche zu kommen.Füllen Sie ein lilafarbenes, kleines Plastikschüsselchen zur Hälfte mit Wandboilerwasser und schnappen Sie sich eine Flasche Öl. Ob es sich hier um italienisches Olivenöl handeln sollte, weil es ja ein italienisches "Ritual" ist, welches Mannis italienischer Freund von seiner Mutter übernommen hat und dieses zuvor schon seit Generationen im Familienbesitz war, ist bislang noch ungeklärt. Manfred benutzt jedenfalls ganz normales Speiseöl und dieses scheint seinen Zweck ebenso zu erfüllen. Tragen Sie nun das halbgefüllte Plastikwasserschüsselchen in der einen Hand, und die Ölflasche in der anderen, zu der Testperson. Stellen Sie alles auf einen Tisch (vor den "Kranken") und erläutern Sie allen Anwesenden das "Ritual". Nach dieser "Ritualkurzunterweisung" schütten Sie etwas Öl in das lilafarbene Plastikwasserschüsselchen. Das Öl wird oben schwimmen, soll es auch. Nun folgt der Teil des "Rituals", bei welchem Körpereinsatz und sprachliche Höchstleistungen erforderlich sind! Machen Sie mit Ihren beiden Armen und den daran auf natürilche Weise befestigenten Händen mit ausgestreckten Fingern kreisförmige Bewegungen über dem ölhaltigen Plastikwasserschüsselchen. Soweit zum Körpereinsatz, nun folgt der "Zauberspruch"ohne den es angeblich nicht funktioniert (sagt Manni). Aber Vorsicht, es wäre denkbar, dass bei falscher Aussprache der "Zauberwörter" unerklärliches geschieht! Wenn bei bereits genannter falscher Zauberwortaussprache, plötzlich statt der Krankeitssimulationstestperson ein kleiner weißer Hase oder ein Blumenmustertopf vor Ihnen sitzt (oder steht), dann haben Sie ein kleines Problem... Deshalb wird hier keine Garantie über die Auswirkungen über den, von Manfred L. verwendeten "Ritualspruch", übernommen und der Verfasser kann nicht zu eventuellen Haftungsanprüchen herangezogen werden! Sollte beim "Ritualspruch" irgend etwas "daneben" gehen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker (oder an Manni Ludolf...).

Hier also der "Ritualspruch", bewegen Sie Ihre Hände wie oben bereits beschrieben über dem lilafarbenen, ölhaltigen Plastikwasserschüsselchen und sprechen Sie folgende Worte beschwörend aus: "Mallatus, Nomallatus, Mahtus, Nomallatus, Mallatus". Jetzt erheben Sie Ihre Stimme um eine halbe Oktave und auch deren Lautstärke sollte um einige Dezibel zunehmen, um den Abschluss des "Ritualspruches" mit einem lauten "Nomallatus"!, in das "Krankenzimmer" zu schreien.

Somit sollte das "Ritual" abgeschlossen sein und Sie, sowie Ihre anwesenden Zuschauer (die bestimmt dabei sein wollten), werden sich wundern. Diese werden sich sogar sehr wundern, nämlich über Sie... Sollte jemand der Meinung sein, Sie hätten nicht mehr alle Nadeln an der Tanne, so könnte dieser nicht ganz unrecht haben.

Bleibt das Öl jetzt oben, wie bei "Erkältungssimulant" Peter Ludolf, dann ist der "Patient" gesund und kann als geheilt (oder geoutet) entlassen werden.

Ob dieses italienische/Dernbacher "Ritual" von Ihrer Krankenkasse demnächst in Form von Heinzelmännchen oder Plastikwasserschüsselchen unterstützt wird, bleibt der Gesundheitsreform überlassen. Aber die Tendenz geht hier wohl eher in den negativen Bereich.

Übrigens, befindet sich Öl im Wasser, muss dies nicht ein Ritual sein,es kann auch auf Kurzstreckenbetrieb oder eine defekte Zylinderkopfdichtung hinweisen. Jedenfalls beim Automotor...