Manni weiß, was Autos brauchen

Aus LudolfsLexikon

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Und wieder klingelt das Schnurlostelefon und wieder nimmt Horst-Günter Ludolf, der Mann, der schon jahrelang an der perfekten
Instantkaffeewassersahnezuckermischung arbeitet, mit verhaltener Vorsicht und dennoch freundlich das Gespräch entgegen. Diesmal sucht jemand einen Bremssattel für einen Opel Commodore B, wie sich herausstellt will der Bremssattelsuchende den Commodore herrichten und dann verkaufen. Natürlich ist hier das Interesse der Brüder geweckt und hauptsächlich Manni drängt auf den Kauf des Opel, weil er ja selbst schon einmal so einen hatte. Nach kurzer "Verkaufsverhandlung" ist der Kauf besiegelt und der Commodore wird sogar noch geliefert!
Zeitsprung: Der Commodore ist jetzt geliefert, alle freuen sich und Manni kann seinem "Verschönerungstick" nachgehen. Auch Peter lackiert mit einer Sprühdose mit schwarzem Farbinhalt im Motorraum des 6-Zylinders herum. Hier allerdings nur den etwas angerosteten Ventildeckel, während Manni den Hauptbremszylinder erst mal golden färbt...
Die Abschlussleiste des Leder- oder Kunststoffdaches kann man, wie Manni auch zwischendurch mit einem schwarzen Lackstift noch schnell anpinseln, macht Spaß und gute Laune. Ach, da sind ja noch irgendwo alte italienische Kassetten und der Opel hat einen Rekorder eingebaut, also schnell die "Bänder" geholt und rein damit. Schön laut gestellt, kann man dann auch mitsingen "Amore, Amore und dabei auch noch mit den Armen wackeln...".
Allerdings ist die Wiedergabe etwas leise und scheinbar nur für ein stehendes Auto gedacht. Aber egal, raus aus der Kiste und mit der Gummileiste für die Stoßstange einen "Befestigungsplan" erstellen. Ist aber einfach, nur ein paar Löcher in die Leiste und dann mit großen Schrauben an der Stoßstangenecke festgeschraubt. Die Schraubenköpfe nun ein wenig mit schwarzer Farbe angemalt, sieht das alles wieder fast wie neu aus, fast...
Auf geht´s zur Lederdachreparatur. Ein paar kleine Risse und Löcher im Bereich der "Regenrinne" sind schnell repariert, vorausgesetzt, man hat Sekundenkleber. Auch wird von Manni dieser Kleber "Kurzkundenkleber" genannt.
Manfred hat natürlich auch für das Lederdach des Opel einen Reinigungsgeheimtipp und wie erklärte er dies? Ganz einfach: "Ich habe einen Orangen, da brauch er nicht in die Waschkabine, das macht das Dach auch so und jetzt hol ich mal das Orangenmittel. Auf das Dach kommt der "Ölreini" (wer Ölreini auch immer ist...) und ein ölhaltiger Orangenreiniger (warum will Manni Orangen reinigen...?). Wie sagt uns Manni weiter: "Der Ölheini ist ein Möbelreiniger mit Orangen, hält ewig und riecht gut". Aha, Ölreini und Ölheini sind das gleiche, und es handelt sich um ein ölhaltiges Reinigungsmittel mit Orangenduft. Wieder was gelernt !
Jetzt geht´s weiter mit dem 80er Outfit und zwar mit dem "Reifenbeschriftungsanmalen". Mittels eines weißen Stiftes (Edding?) bemalt unser Restaurator die vielfältige Aufschrift eines jeden Reifens (Ersatzreifen ausgenommen) . Dies ist eine künstlerische Tätigkeit, die zu erlernen wohl einiger Übung erfordert. Nehmen Sie sich einfach ein Malbuch und probieren Sie es auch mal, macht Spaß! Also legt sich Manni neben den Commodore, während ihn seine Brüder für bescheuert halten. "Früher, war das der Hit und man braucht Geduld, mit Geschwindigkeit wird das nichts!", gibt Manni zur Antwort als Uwe meint für so etwas hätte er keine Zeit. Er hätte Zeit zum schlafen oder Schnitzel essen, ist Peters Meinung zu Mannis "Malaktion", aber dafür, nee... Und Manni liegt auf dem Hof und malt.
Fertig! Jetzt kommt der Commodore in die "Wachkabine", aber zuerst noch "paarfach" Probefahren und auch Schilder rein, teilt uns und anderen Manni mit.
Los geht die Fahrt zur Waschstation einige Kilometer entfernt, und auf diesem Wege stellt Manni fest, dass der alte Opel ein paar Fahrwerksschwächen hat. Aber Elvis im Autoradio gleicht das wieder aus.
Angekommen in der "Wachhalle", wie sie vom Commodore - Testfahrer genannt wird, geht´s mit Hochdruckstrahler und Waschbürstenaufsatz dem Dreck an den Kragen. Aber natürlich nur in der einen Box, in welcher viel Schaum kommt, deswegen fährt Manni immer in diese...
Nach dem Waschen ein Knopfdruck auf Programm 5 und jetzt kriegt er Wachs!
Aber Manfred Ludolf warnt auch vor übertriebener Reinlichkeit an den Fahrzeugreifen! Niemals mit dem Hochdruckreiniger direkt an den Reifenseiten zu dicht rangehen. Das macht den Gummi spröde und der Reifen kann beim Fahren platzen. Das kann für den Autofahrer tödlich sein ! Also, aufgepasst !!!
Auch Cabriofahrer sollten nicht zu dicht mit dem Hochdruckreiniger an das Dach gehen. Bei den Stoffverdecken geht sonst die "Impression" weg, wie Manfred L. es nennt. Und wenn das Dach dann "Impremiert" ist, kann man ein Schwimmbad !(O-Ton Manni L.). Aha, Impressionen aus dem Schwimmbad beim Cabriofahren, klasse ...
Und wieder zurück zur heimischen Hebebühne, auf welcher sich der Commodore schnell befindet. Hier wird das neue Handbremsseil von Peter, Uwe und Manni bewundert und schnell noch die Ersatzradmulde von unten goldfarben lackiert.
Nun geht die Fahrt in ein "Trendcafe´". Im Look der 80er gekleidet und Elvis im Radiorekorder fühlt man sich wieder jung!
Uwe und Manni wollen es sich heute richtig gut gehen lassen, machen Sie es doch auch mal so.
Fahren Sie einfach drauf los und wenn am Straßenrand in irgendeinem Kaff ein Schild mit der Aufschrift "Frischer Pflaumenkuchen" steht, halten Sie, wie unsere beiden Elvis-Fan´s einfach an, setzen sich an einen Tisch vor dem Cafe´ und fragen, ob Sie eine Tasse Kaffe haben können. Es soll Cafe´s geben, die tatsächlich Kaffee vorrätig haben. Auch eine Cola-Light für den Fahrer müsste erhältlich sein, dann passt´s.
Ob die Sonne scheint oder nicht, ganz egal. Machen Sie es wie Manni L. und setzen sich eine Sonnenbrille auf, andere werden neidisch auf Sie und Ihre Brille blicken...
Wenn das alles überstanden ist und der Commodore wieder bei Ihnen zu Hause steht, teilen Sie am Abend vor dem Einschlafen Ihre Gedanken einem anderen Familienmitglied mit. Dieses wird sich sehr darüber freuen ...
Gute Nacht, Manni !