Holzeckbanksanierung

Aus LudolfsLexikon

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Haben auch Sie eine Holzeckbank in der Küche stehen und das schon fast 40 Jahre? Diese wirkt etwas abgewohnt und trotz ständigem Belagerungszustand durch irgendwelche Lebensmittel, Verpackungen und dergleichen, können Sie noch immer was vom Holz sehen? Dann wird es Zeit, hier was zu ändern! Entweder Sie stellen die Eckbank dem Sperrmüll zur Verfügung, sie verfeuern Sie in Ihrem Allesbrenner, machen ein hübsches Lagerfeuer in Ihrem Garten oder, auch eine Möglichkeit, Sie restaurieren die Eckbank. Letzteres zog wohl auch Peter Ludolf in Betracht und erneuerte den Anstrich der Familieneckbank. Wenn Sie es Eckbankrestaurator Peter L. nachmachen wollen, dann räumen Sie erst einmal die Eckbank frei und zerren diese dann aus deren Stammplatz, nämlich der Ecke (sonst wär es ja keine Eckbank, wenn sie nicht in einer Ecke stehen würde...). Als nächstes greifen Sie zu Ihrem Schwingschleifer, aber den Staubfangsack am Gerät nicht vergessen, werfen das Gerät an und schleifen zur Freude Ihres im Nebenzimmer sitzenden Familienangehörigen lustig drauf los. "Ja, diese Eckbank ist eigentlich eine Goldbank, da saßen schon alle unsere Familienmitglieder drauf, auch die, die schon verstorben sind", erklärt Peter. Nach dieser kurzen Gedenkpause an vergangene Zeiten, versuchen auch Sie schwarze Stellen im Holz weg zu schleifen (wenn die Eckbank welche hat). "Diese Flecken stammen von Mannis Äpfel", sagt Peter. "Die legt er immer dahin, die Äpfel waren total schwarz, faul und waren am auslaufen" (O-Ton Peter L.). Aber egal, weiterschleifen bis der Schweiiß in Bächen überall an Ihrem Körper runterläuft. Irgendwann haben auch Sie genug geschliffen und geschwitzt und fangen an Holzschutzlasur auf das Holz aufzutragen. "Ja, Holz gehört in eine Wohnung. Holz, das lebt, Holz wächst jedes Jahr einen Ring an einem Baum. Metall gehört nicht in eine Wohnung, das gehört draussen hin auf das Dach oder so...". Soweit die Original-Aussage vom "Holzstreicher-Peter". Beim Streichen immer auf das Muster achten, ermahnt Peter und meint damit wohl die Maserung des Holzes. Immer von oben nach unten, von links nach rechts, von hinten nach vorn. So hat das schon Vater Ludolf gemacht und seine Buben machen es noch immer so, sagt Peter L. Nach einiger Zeit wird entweder die Holzschutzlasur alle sein, Sie haben keine Lust mehr oder sind einfach mit Ihrer Arbeit fertig (kann ja passieren). Loben Sie sich selbst über Ihre handwerklichen Fähigkeiten und seien Sie sicher, dass jeder, der die neu gestrichene Eckbank sieht, Ihnen zu tiefstem Dank für diese meisterliche Arbeit verpflichtet sein wird.