Aus LudolfsLexikon
Wieder einmal ist es Mitte April und die Erkältungswelle rollt auf Dernbach zu. Durch den Rest der Republik ist sie schon vor einigen Monaten gedonnert und hatte scheinbar Dernbach (und überhaupt die Mittelstraße), irgendwie vergessen. Dieser Meinung scheint jedenfalls Peter L. zu sein und beugt dem nahenden Angriff dieser Bedrohung durch heißen Tee vor.
Vorbeugen ist besser als Niesen! Deshalb möchten wir Ihnen raten, es Peter Ludolf gleich zu tun und sich ein schönes, warmes Teechen zu machen. Wie das geht,
erklärt uns Teebeuteljongleur Peter L. gerne und wir sollten es ihm gleichtun.
Also, schnappen Sie sich einen bunten Plastikbecher mit Griff (wichtig bei heißem Tee), werfen einen Teebeutel Ihrer Wahl in den Becher (Tassenbeutel) und lassen Sie in aller Ruhe möglichst heißes Wandboilerwasser in den Plastikgriffbecher plätschern. Irgendwann wird der Teebeutelbecher mit Wandboilerwasser gefüllt sein und auch Sie geben, wie Peter L. dieser Flüssigkeit reichlich Honig hinzu. Reichlich bedeutet in diesem Fall , soviel Honig rein, bis der (bald fertige)Tee über den Becherrand läuft. Nun noch einen Löffel ins Becherchen (mit der breiten Seite nach unten), ein gelbes Fläschchen Zitronensaftkonzentrat geschnappt und ab damit zu Ihrem gemütlichen Relaxplätzchen im Gemeinschaftsraum. Dort wird sicherlich schon ein Familienmitglied anwesend sein, welchem Sie Ihre Absicht, der bevorstehenden Grippe mittels Tee vorzubeugen, mitteilen können. Erklären auch Sie die Vorzüge dieses gesunden Getränkes und spritzen gleichzeitig ein Viertel des Zitronensaftkonzentrates aus der gelben Plastikflasche in den Teebeutelwarmwasserbecher. Durch Ihre Laufgeschwindigkeit von der Küche zum Gemeinschaftsraum wird sich ein Teil des Becherinhaltes verselbständigt haben und bedingt durch die dadurch entstandenen Wellen im Plastikbecher wird es der Grippevorbeugeflüssigkeit gelungen sein, die anfängliche Füllmenge des Bechers zu reduzieren. Das bedeutet eigentlich nur, die Brühe ist rausgeschwappt... Jetzt müssen Sie nur noch das Anti-Grippe-Flüssigkeitsgemisch mit dem, noch immer im Becher befindlichen Löffelchen umrühren und fertig. Doch, was machte das heimtückische Teelöffelchen, dieses Drecksding? Es wurde sehr heiß im Wasser und Sie haben sich die Finger an ihm (etwas) verbrannt. Nehmen Sie all Ihren Mut zusammen, fassen Sie das heiße Löffelchen am oberen Ende und werfen es voller Wucht auf Ihren Tisch, auf welchem sich die bunte wasser- und teedichte Wachstuchtischdecke befindet. So, das hat das Löffelchen jetzt davon! Allerdings haben Sie, durch die Löffelerwärmung feststellen können, dass Ihr Grippewellevorbeugetee noch immer sehr heiß ist und Sie ihn lieber etwas abkühlen lassen sollten. Sie haben ja noch einen anderen Becher auf dem Tisch und in diesem befindet sich bestimmt noch lauwarmer Kaffee. Trinken Sie den Kaffee erst mal, solange wird die Erkältungswelle wohl noch auf sich warten lassen. Nur die Ruhe!
Außerdem können Sie noch über die Vorzüge eines Tees referieren und betonen, dass Sie auf Ihre Figur achten. Sollte ein anwesendes Familienmitglied Sie fragen, welche Figur Sie eigentlich meinen, antworten Sie einfach: „Du Sack“. Damit sollte es erledigt sein.
Und Horst-Günter denkt, oh weh! Der Peter trinkt Beruhigungstee...