Aufschlussreiche Erläuterung

Aus LudolfsLexikon

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Wahrscheinlich machen auch Sie, wie die drei Brüder Uwe, Peter und Manfred Ludolf, öfter kleine Ausflüge mit Ihrem selbst gebastelten „Safari-Peugeot“ durch die heimischen Wälder. Natürlich ist Ihr Platz auf der Motorhaube des alten Franzosen, deshalb haben Sie ja auch extra den Autositz darauf geschraubt. Ihren grünen Safarihut auf den Kopf gesetzt und eine Fotokamera umgehängt, können Sie nun, wie auch der „Freizeit-Trapper“ Manni, die heimischen Wunder der Natur aus nächster Nähe sehen (wenn Ihr Fahrer es mit der gefahrenen Geschwindigkeit nicht zu sehr übertreibt). Auf was man alles Aufmerksam wird, wenn man auf so einer Motorhaube sitzt, ist einfach unglaublich, im besonderen dann, sollten Sie ebenfalls ein so naturverbundenes Bürschchen wie Manfred L. sein. Hier können wir wieder was von Manni lernen. Also gehen wir davon aus, Sie hocken angeschnallt auf Ihrem Sitz (auf bereits erwähnter Motorhaube) und zwei Ihrer Familienangehörigen befinden sich im Safari-Fahrzeug, einer fährt und der andere betrachtet mit einem kleinen Fernglas die von ihm 2m entfernten Büsche und Bäume am Waldrand. Plötzlich entdecken Sie, wie Manfred L. eine „Hinterlassenschaft“ eines, Ihnen und Ihrer Mitabenteurer bislang unbekannten Wesens am rechten unbefestigten Fahrbahnrand. Sofort reißen auch Sie den linken Arm in die Höhe und schreien mehrmals „Halt,halt, halt“. Sollte Ihr Fahrer, wie auch Uwe Ludolf, stets aufmerksam das doch verhältnismäßig geringe Verkehrsaufkommen auf dem Waldweg beobachten und aus diesem Grunde ständig Bremsbereit sein, wird der Anhaltevorgang auch ohne große Verzögerungen von ihm durchgeführt werden können. Das heißt, nach ca. 15m sollte das Fahrzeug zum Stehen gekommen sein. Klettern Sie nun, nachdem Sie sich vom Beckengurt befreit haben – sonst kommen Sie nicht aus dem Sitz- von Ihrem fahrbaren Hochsitz und verlangen von Ihren Begleitern, dass diese Ihnen unverzüglich folgen sollen. Schreiten Sie nun gemeinsam zum Ort, an welchem sich das von Ihnen gesichtete „Material“ befindet. Dort angekommen, rühren Sie unter Verwendung eines kleinen Stöckchens, welches Sie während der Fahrt schon von einem Baum abbrechen konnten, in dem bislang unbekannten „Haufen“. Sofort werden Sie feststellen, um welche Art der „Hinterlassenschaft“ es sich Dank des ausbreitenden Geruches und deren Form handelt. Doch geben wir hier die Original-Aussage vom „Trapper-Manni“ wieder, um genauestens informiert zu sein: „ Das weißt uns hin, dass es ein Pferd ist und es ist noch ziemlich frisch“. Aha, der Haufen ist ein Pferd, welches noch ziemlich frisch ist. Und weiter geht’s: „Es dürfte so 24 Stunden alt sein, denn sonst wäre nicht ein Käfer drinnen“. Alles klar, verstanden. Wenn also auch Sie ein 24-Stunden altes Pferd gefunden haben, welches wie ein Haufen „Pferdeäpfel“ aussieht und sich darin ein lustiger, kleiner Käfer befindet, dann stochern Sie, wie Spurenleser Manfred, noch ein wenig mit Ihrem Stöckchen darin herum. Auch besteht die Möglichkeit, die Finger beim Zerwühlen des Fundes zu benutzen (was allerdings von Ihren Begleitern als irgendwie „eklig“ empfunden werden kann). Auch wäre die Aussage, dass Sie ein Ferkel sind und ein „Scheisssammler“, wie es Peter Ludolf auszudrücken pflegte, sehr wahrscheinlich. Lassen Sie sich nicht von solch herabwürdigenden Äusserungen beeinflussen. Nehmen Sie, wie Naturbursche Manni, Ihre Kamera zur Hand und machen ein paar schöne Fotos als Andenken an diesen interessanten, wie gleichermaßen auch überaus seltenen Fund! Nun können Sie Ihre Fahrt in den unberührten Wäldern fortsetzen und weiterhin über die herrliche freie Natur, die Sie ja schon an einem umzäunten Wildgehege vorbeiführte, staunen. Auch werden Sie irgendwo am Wegesrand, außerhalb des tiefen Waldes, auf heimische Tierarten stoßen. Dies könnten zum Beispiel "Raufutter verzehrende Großvieheinheiten" sein, also Kühe, die Sie an die Ursprünge des Daseins erinnern (jedenfalls denkt Manni manchmal so...).